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Dominik Suter, 25.10.2019

Gaja findet neuen Standort

Schön wars, schön bleibts. Die Kunstinstallation Gaja von Albert Siegenthaler weicht dem Neubau.

Es ist ein trüber und feuchter Morgen an jenem Montag. Aus dem Nebel erscheint eine rote, kubusförmige Kontur, die sich kurz darauf als Spezialtransporter der Firma Kieser herausstellt. Mehrere Gestalten entsteigen dem Gefährt und nähern sich einem ebenso speziellen Objekt: Gaja.

Neben mir, die Kunstbeauftragte des KSA, Sadhyo Niederberger. Aufmerksam beobachten wir die geschickten Handgriffe der "Zügeltruppe".  Es verstreichen nur wenige Minuten, und Gaja, so der Name des fast 40 jährigen Kunstwerks von Albert Siegenthaler, wird von Spannseilen umschlungen. Eindrücklich, wie es kurz darauf aus den Fugen emporgehoben wird. Mächtig, wie es am Kranarm balancierend durch die Luft auf den Spezialtransporter schwebt. Etwas leer der Park, doch schon bald wird hier ein Baufeld entstehen.

Langsam kommt das Ganze in Bewegung. Das rote Ungetüm verlässt das Areal in Richtung Hauptstrasse. Im Schritttempo und auf der Gegenfahrbahn werden Verkehrsinseln umfahren. Dirigiert wird das Schauspiel von einem Leuchtjacken tragenden Spezialisten.

TRansporter unterwegs

Jetzt geht's rückwärts. Mit Gaja voraus wird das KSA-Areal durchquert. Dabei touchiert der Schwertransport herunterhängendes Laub, zwängt sich zwischen dem Gebäude 1 und 26 hindurch und zirkelt gekonnt um die Gebäudeecken. Auf der Wiese vor dem Gebäude 4 kommt es letztlich zum Halt.

Abermals staunen wir ob der Tragkraft und Tragweite des Kranarms. Mehrere Meter hievt er Gaja dem neuen Zuhause entgegen.
Nun ist Präzision gefragt. Langsam senkt sich das kolossale Konstrukt in das dafür vorbereitete Fundament. Millimeter-Arbeit an dem tonnenschweren Kunstobjekt. Kein Problem für die Profis. Nach kürzester Zeit ist Gaja positioniert. Die Umgebung ist zwar noch etwas fremd, aber keineswegs weniger imposant.

Nun steht das Kunstwerk bereits über eine Woche vor dem Haus 4.
Gebührend wurde das neue Zuhause von Gaja am 23. Oktober mit einer Vernissage gefeiert. Nach der Begrüssung durch Sadhyo Niederberger sprach Gilian White, ihres Zeichens Bildhauerin, Grussworte zur Erinnerungen an Gaja und dessen Schöpfer Albert Siegenthaler aus.
Während die Gäste feine Marroni genossen und wärmenden Tee tranken, wurde das Kunstwerk von Marco Käppeli, Perkussion, und Ruedi Debrunner, Klarinette, bespielt. Ein Ausschnitt der idyllischen Darbietung wird im Video gezeigt.

Gaja bespielt

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Online- und Eventmanager

Dominik Suter ist Online- und Eventmanager in der Marketing Abteilung des KSA. Seine bloggerischen Ergüsse erreichen den treuen Leser exklusiv hier. Worte, solange der Vorrat reicht.