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Therapie bei Urtikaria (Nesselfieber)

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Bei Druck auf meine Haut, z. B. durch längeres Knien, enge Kleider, Rucksacktragen etc., wird die Stelle geschwollen und juckt. Nach ca. 24 Stunden ist die Schwellung wieder weg. Woher kommt das und was kann ich dagegen tun?    

Die Symptomatik, die Sie beschreiben, passt sehr gut zu einer Urtikaria, umgangssprachlich Nesselfieber. Das ist eine sehr häufige Erkrankung der Haut. Mögliche Ursachen können Entzündungen sein, die durch Infektionen, aber auch durch autoimmune Vorgänge im Körper ausgelöst werden können. In den meisten Fällen kann die Ursache aber nicht genau definiert werden.

Es gibt typische Mechanismen, die bei manchen Patienten zur Auslösung der Schwellungen bzw. Quaddeln führen können. Dazu gehören u. a. Druck auf die Haut oder Reibung von z.B. eng sitzenden Kleidern, gelegentlich Kälte oder UV-Strahlen und andere physikalische Reize. Durch solche und andere physikalische Effekte auf die Haut werden Histamin und andere Substanzen aus sog. Mastzellen in der Haut freigesetzt. Histamin bewirkt eine Schwellung der Oberhaut sowie Rötung und Juckreiz. Die so entstandenen Quaddeln bleiben nur kurze Zeit (<24 Stunden) bestehen und verschwinden in der Regel von alleine wieder. Der Juckreiz kann quälend sein, den Schlaf stören und die Lebensqualität schwer beeinträchtigen. Manche Patienten entwickeln nur ab und zu wenige Quaddeln am Ort der Einwirkung eines der oben genannten physikalischen Reize; andere Patienten haben täglich Quaddeln und leiden sehr unter den Symptomen.

Behandlung? Zum Einsatz kommen u.a. Medikamente zur Therapie von allergischen Reaktionen. 

Die Behandlung braucht meistens Geduld und besteht in der Regel aus einer symptomatischen Therapie mit sogenannten Antihistaminika: Medikamente, die auch zur Therapie von z.B. allergischen Reaktionen eingesetzt werden können. Eine Urtikaria kann ab und zu auch eines der Symptome einer allergischen Reaktion sein; häufiger sind allerdings nichtallergische Mechanismen. Sollten Antihistaminika zur Behandlung nicht genügen, gibt es weitere therapeutische Möglichkeiten, die nach einer Abklärung möglicher Ursachen durch einen Hautarzt oder Allergologen zum Einsatz kommen können.

Dermatologie und Allergologie am KSA

In der Dermatologie und Allergologie werden sämtliche Erkrankungen der Haut, Schleimhäuten, Nägeln, Haaren sowie Geschlechtskrankheiten abgeklärt und behandelt. Ebenso werden allergologische Erkrankungen, von Heuschnupfen und Asthma über Insektengifte bis zur Nahrungsmittelunverträglichkeit untersucht.

Zu unseren fachlichen Spezialitäten gehören die Abklärung und Behandlung von entzündlichen und komplexen Hauterkrankungen (Ekzemen, Psoriasis, Akne, Kollagenosen etc.) sowie umfassende Abklärungen von allergologischen Erkrankungen.

Autor*in

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Leiterin Allergologie / Leitende Ärztin Dermatologie und Allergologie