ETH zu Besuch im KSA

Jährlich bieten wir einen Blockkurs für Bachelor-Studierende der Medizin der ETH an. Thorald Stolte und seine Kollegen berichten im nachfolgenden Beitrag von den Erfahrungen dieser Woche.

Im Zuge unseres Bachelor-Studiums der Medizin durften wir ETH-Studierende im 4. Semester eine Woche im KSA verbringen, um einen Einblick in die spezifische Anamnese, Untersuchungsmethoden und Befunde typischer Erkrankungen internistischer und chirurgischer Fachrichtungen zu erhalten. Uns wurde großzügigerweise Kaffee und Kuchen sowie das Mittagsessen vom KSA bereitgestellt, was wir sehr schätzten.

Am Morgen des ersten Tages am KSA wurden wir herzlich mit Kaffee und Gipfeli empfangen und erhielten unsere Arztkittel, sowie einen kleinen Geschenkbeutel. Nach der Begrüssung von Prof. Dr. Marcel Menke wurde unser Studiengang, bestehend aus 96 Studentinnen und Studenten, in Gruppen eingeteilt und in die Kliniken der verschiedenen Fachrichtungen gebracht. Dort verbrachten wir jeweils den Morgen und wechselten am Nachmittag zu einer anderen Fachrichtung. Der gesamte Prozess war sorgfältig organisiert und ermöglichte einen nahtlosen Ablauf.

Die Vorstellungen der Fachrichtungen waren informativ, spannend und abwechslungsreich gestaltet. Besonders imponierend fanden wir den Aufwand, der für uns erbracht wurde. So wurde der Inhalt in jedem Fachgebiet durch eine Kaderärztin oder Kaderarzt vermittelt und mit Patientenbeispielen untermalt. Wir hatten erstmals die Chance pathologische Befunde mit eigenen Augen zu sehen und selbst zu untersuchen. In der Pneumologie konnten wir zum Beispiel die Lunge einer COPD-kranken Person mithilfe von Auskultation und Perkussion abhorchen. Auf der inneren Medizin wurde uns ein Patient mit typischen Symptomen eines Diabetes vorgestellt. Die Ärztinnen und Ärzte sowie das Personal waren allesamt außerordentlich freundlich, entgegenkommend und motiviert, uns einen eindrucksvollen Aufenthalt zu ermöglichen.

Repetitiv wurde das Programm auch nicht. Oft wurden Sonderevents angeboten, wie zum Beispiel ein REA-Kurs, bei dem wir eine eigene REA-Puppe erhielten, mit der wir nun auch Personen in unserem Umfeld schulen können. Den letzten Vormittag verbrachten wir in einer der zuvor besuchten Kliniken und konnten dort dem Ablauf eines typischen Alltags folgen. Manche durften einer Sitzung des Pneumologie und Thorax Tumorboards beiwohnen, andere selbst Anamnesegespräche führen, was überaus spannend war.

Wir werden auf jeden Fall mit guten Erinnerungen ans KSA zurückblicken und bedanken uns für die einmalige und tolle Chance, die uns hier geboten wurde.

 

Dieser Text wurde geschrieben von:

Thorald Stolte & Abeelan Rasadurai
4. Semester Humanmedizin Bsc.
ETHZ